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Liebe ist Liebe – warum ich LGBTQ+ Hochzeiten“ fotografiere

Zwei Bräute, zwei Bräutigame, trans, nicht-binär oder polyamor? Für mich gibt es nur eine Kategorie: Menschen, die sich lieben.

Ich muss euch etwas gestehen: Wenn es ums Heiraten geht, bin ich ziemlich konservativ.

Ich glaube an das Ja-Wort. An Treue. An das Versprechen, füreinander da zu sein – an guten Tagen und an denen, an denen das Leben einem den Regenschirm umklappt. Ich glaube daran, dass zwei Menschen sich anschauen und sagen: „Wir beide. Erst mal bis immer – und danach bleiben wir zusammen.“

Und genau deshalb ist es mir vollkommen egal, wer da vor mir steht.

Zwei Bräute in Weiß lehnen Stirn an Stirn vor einer alten Steinmauer, eine hält zärtlich das Gesicht der anderen – Schwarzweißfoto

Konservativ heißt für mich:

Liebe ernst nehmen

Wer die Ehe wirklich wertschätzt, kann sie niemandem verwehren, der sie leben will. Ob da zwei Bräute stehen, zwei Bräutigame, eine trans Person mit ihrem Partner, ein Mensch, der sich in keine Geschlechterschublade stecken lassen möchte – oder mehr als zwei Menschen, die sich gemeinsam für ein Leben entschieden haben.

Um es mit meinen Worten zu sagen: Mir ist es herzlich egal, ob jemand eine Muschel oder einen Wattwurm in der Hose hat. Das ist nicht meine Baustelle – und ehrlich gesagt auch nicht die von irgendjemand anderem. Meine Baustelle ist, was in den Augen passiert, wenn das Ja-Wort fällt.

Zwei Bräute mit Hochsteckfrisuren und Spitzenkleidern berühren sich zärtlich mit der Stirn, im Vordergrund ein Brautstrauß aus Rosen – Schwarzweißfoto
Ein Mann mit Bart und geschlossenen Augen umarmt einen anderen Mann innig, eine Träne läuft über seine Wange

Warum es diese Kategorie eigentlich nicht geben dürfte

Ich gebe zu, dieser Beitrag hat einen kleinen Widerspruch eingebaut. Ich schreibe über „LGBTQ+-Hochzeiten“ – und finde gleichzeitig, dass es diesen Begriff gar nicht bräuchte.

Denn was soll da anders sein? Es wird genauso gelacht. Genauso geweint. Die Hände zittern beim Ringanstecken genauso, die Trauzeugin verhaspelt sich genauso bei der Rede, und spätestens beim ersten Tanz hat irgendwer Wimperntusche im Gesicht.

Eine Hochzeit ist eine Hochzeit. Liebe ist Liebe. Fertig.

Warum ich den Beitrag trotzdem schreibe? Weil ich weiß, dass viele Paare sich immer noch fragen, ob sie bei einem Dienstleister wirklich willkommen sind. Ob sie sich erklären müssen. Ob sie schief angeschaut werden. Darum sage ich es hier einmal ganz klar: Bei mir müsst ihr euch nicht erklären. Ihr müsst einfach nur ihr sein.

Ein lachender Hochzeitsgast mit zugekniffenen Augen umarmt einen anderen Gast herzlich bei einer Feier im Freien – Schwarzweißfoto
Zwei Bräute in weißen Kleidern küssen sich auf einer sonnigen Sommerwiese unter blauem Himmel, eine mit tätowiertem Arm
Zwei Männer küssen sich lachend am Strand, beide mit Drinks in der Hand, im Hintergrund ein Freund, der fröhlich das Peace-Zeichen zeigt

Was ich fotografiere: euch

Ich fotografiere keine Geschlechter, keine Labels und keine Statistiken. Ich fotografiere Menschen. Den Blick, bevor der Kuss kommt. Die Hand, die beim Gelübde ein bisschen fester drückt. Den Freund, der euch so heftig umarmt, dass ihm die Augen zukneifen.

Zwei Bräute küssen sich in einem verwilderten Gewächshaus, fotografiert durch Blätter hindurch – Schwarzweißfoto
Zwei Männer mit Sonnenbrillen stehen knietief in der Brandung und küssen sich, einer trägt einen Ehering

Für alle, die sich lieben

An alle Paare – und an alle, die mehr als ein Paar sind: Ihr habt euch gefunden. Das ist das eigentlich Verrückte, das Großartige, das Feierwürdige. Nicht, wen ihr liebt, sondern dass ihr liebt.

Heiratet. Feiert. Zieht Kinder groß, wenn ihr wollt, oder Hunde, oder Tomaten auf dem Balkon. Werdet glücklich. Und wenn ihr mögt, bin ich dabei und halte fest, wie das aussieht.

Ihr plant eure Hochzeit und sucht jemanden, der einfach euch fotografiert – ohne Schublade? Dann schreibt mir. Ich freue mich auf eure Geschichte.

Häufige Fragen zur LGBTQ+ Hochzeit

Fotografierst du gleichgeschlechtliche Hochzeiten?

Ja, selbstverständlich. Ob zwei Bräute, zwei Bräutigame, trans oder nicht-binär – ich fotografiere jede Hochzeit mit derselben Leidenschaft. Für mich gibt es nur eine Kategorie: Menschen, die sich lieben.

Müssen wir dir vorher erklären, wie wir uns identifizieren?

Nein. Ihr müsst euch bei mir nicht erklären. Sagt mir einfach, wie ich euch ansprechen soll und welche Begriffe ihr für euch nutzt – Braut, Bräutigam, Partner*in oder einfach euren Namen. Der Rest ist eure Liebe.

Können polyamore Paare in Deutschland heiraten?

Standesamtlich ist eine Ehe in Deutschland nur zwischen zwei Personen möglich. Eine freie Trauung kann aber auch mehr als zwei Menschen feiern, die sich füreinander entschieden haben – und auch die fotografiere ich sehr gern.

Fotografierst du auch freie Trauungen?

Ja. Ob Standesamt, Kirche, freie Trauung am Strand oder auf der Wiese – ich begleite eure Hochzeit dort, wo ihr euch das Ja-Wort gebt.

Wo fotografierst du LGBTQ+ Hochzeiten?

Ich bin Hochzeitsfotograf in Schwerin und fotografiere in ganz Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg, Lübeck und in Norddeutschland. Auf Anfrage komme ich auch weiter weg.

Was kostet eine Hochzeitsreportage bei dir?

Meine ungestellten Hochzeitsreportagen gibt es ab 480 Euro – mit freier Fotozeit und als Komplettpreis ohne versteckte Extrakosten.

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